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Ἱστορίαι Thucydides

Kitap 5

17 Diese Verläumdung nun war ihm sehr lästig und dazu glaubte er, daß wenn Frieden eintrete, den Staat kein Unglück mehr betreffen könne, und auch zugleich die Lakedämonischen Gefangenen zurückkommen würden, und dann wäre er seinen Feinden unantastbar; so lange aber Krieg sei, wären die hervorragenden Männer in Folge von Unglücksfällen nothwendig immer der Verläumdung ausgesetzt; und deßhalb wünschte er eifrig den Frieden. Diesen Winter über nun wurde beiderseits verhandelt, und gegen den Frühling hin drohten bereits die Lakedämonier mit neuen Rüstungen, die sie durch die Städte ansagen ließen, gleich als beabsichtigten sie eine Belagerung, damit die Athener eher Gehör geben sollten. Bei den Verhandlungen nun wurden beiderseits viele Ansprüche vorgebracht, doch traf man 'eine Vereinbarung dahin, der Friede solle unter der Bedingung geschlossen werden, daß beide Theile, was sie durch Kampf gewonnen, zurückgäben. Nisäa aber sollten die Athener behalten; als diese nämlich die Herausgabe von Platäa verlangten, erklärten die Thebaner, sie hätten den Platz nicht durch Gewalt oder Verrath, sondern durch freiwillige Uebergabe seitens der Platäer in ihren Besitz gebracht, gerade wie die Athener Nisäa. Daraus riefen die Lakedämonier ihre Bundesgenossen zusammen, und da mit Ausnahme der Böotier und Korinther nnd Eleer und Megarer, welche nicht einverstanden waren, die Andern für den Frieden stimmten, so schlössen sie den Vertrag ab und bekräftigten ihn gegen die Athener, wie diese gegen die Lakedämonier, durch Opfer und Eidschwur. Er lautete aber so:
18 „Es haben Frieden geschlossen die Athener und die Lakedämonier und ihre Bundesgenossen unter diesen Bedingungen, auf welche alle Städte geschworen haben:

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