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Ἱστορίαι Thucydides

Kitap 5

30 Die Korinther nun in Gegenwart derjenigen Bundesgenossen, welche gleichfalls den Vertrag nicht angenommen hatten — sie hatten dieselben nämlich schon vorher selbst eingeladen — widersprachen den Lakedäinoniern. Doch sagten sie ihnen nicht gerade in's Gesicht, worin sie wirklich übervortheilt worden waren, nämlich daß sie von den Athenern weder Sellion noch Anaktorion zurück erhalten hätten, oder wodurch sie sonst benachtheiligt zu sein glaubten, sondern sie nahnien sich zur Ausrede, daß sie die Bundesgenossen in den Thrakischen Gränzlanden nicht verrathen wollten. Denn sie hätten denselben damals besondere Eide geshcworen, als sie mit den Potidäern ihren Abfall in's Werk setzten, und später noch andere. Sie verletzten also, sagten sie, damit die Eide gegen ihre Bundesgenossen nicht, 421 v. Chr. daß sie dem Vertrag mit den Athenern nicht beitreten wollten; denn nachdem sie ihnen bei den Göttern Trene zugeschworen, so wäre das ein schlechtes Eidhalten, wenn sie dieselben jetzt preisgeben wollten. Es sei ja vereinbart worden: „wenn nicht von den Göttern oder Heroen ein Verbot ausgehe", und das scheine ihnen eben ein göttliches Verbot zu sein. So viel sagten sie in Betreff der früheren Eidschwüre; über das Bündniß mit den Argivern, erklärten sie, würden sie mit ihren Freunden Rathes pflegen und thun, was Recht sei. Damit kehrten dann die Lakedämonischen Gesandten nach Hause zurück. Es waren aber auch Abgeordnete der Argiver zu Korin^ anwesend, welche die Korinther aufforderten in ihren Bund einzutreten und nicht zu zaudern, worauf diese sie aufforderten sich zu der auf später bei ihnen anberaumten Versammlung einzufinden.

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