Kitap 5
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Inzwischen beschlossen die Böotarchen, die Korinther, die Megarer und die Gesandten aus Thrakien, sich zunächst gegen seitig eidlich zu verpflichten, daß sie Vorkommendenfalls auf Verlangen einander beistehen und ohne Zustimmung aller mit niemand Krieg anfangen oder Bündnisse eingehen wollten, und so sollten dann auch die Böotier und Megarer, die hierin einen Strang zogen, das Bündnis mit Argos schließen. Be vor es jedoch zur Eidesleistung kam, machten die Böotarchen den vier hohen Ratshöfen der Böotier, denen in allem die letzte Entscheidung zusteht, hiervon Mitteilung und schlugen ihnen vor, mit allen Städten, die es in ihrem Interesse fänden, sich ihnen anzuschließen, ein solches Bündnis einzugehen. Die Ratsherren aber wollten davon nichts hören, aus Furcht, den Lakedämoniern durch ein Bündnis mit den von ihnen ab gefallenen Korinthern Anstoß zu geben. Die Böotarchen hatten ihnen nämlich von den Verhandlungen in Lakedämon, daß die Ephoren A'enares und Kleobulos und ihre dortigen Freunde ihnen geraten, erst mit Korinth und Argos und dann auch mit Lakedämon ein Bündnis einzugehen, nichts gesagt, in der Annahme, sie würden auch ohne dies nichts anderes beschließen, als was sie ihnen auf Grund der vorläufigen Verabredungen ihrerseits vorschlügen. Als die Sache auf Hindernisse stieß, reisten die Korinther und die Gesandten aus Thrakien wieder ab, ohne etwas zuwege gebracht zu haben. Die Böotarchen aber, welche ursprünglich gehofft, wenn sie das erreicht, auch das Bündnis mit Argos durchsetzen zu können, kamen nun den Ratshöfen gar nicht mehr^mit den Argeiern, schickten auch die Gesandten nicht nach Argos, wie sie versprochen hatten. Die ganze Sache wurde überhaupt lau und lässig betrieben.