Kitap 5
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Nach ihrer Ankunft dort verhandelten die Gesandten mit den Lakedämoniern über die Bedingungen, unter denen das Bündnis geschlossen werden sollte. Zuerst verlangten die Argeier, über die Landschaft Kynosuria mit den Städten Thyrea und . Anthene, jenes von jeher streitige, zurzeit im Besitz der Lake dämonier befindliche Grenzland, solle einer Stadt oder einem einzelnen Vertrauensmann die schiedsrihcterliche Entscheidung übertragen werden. Die Lakedämonier erklärten jedoch von vornherein, davon könne keine Rede sein; wollten sie aber einen Frieden wie früher schließen, so seien sie dazu bereit. Hieraus schlugen die argeiischen Gesandten vor, die Lakedämonier möchten sich für jetzt wenigstens dazu verstehen, einen Frieden auf fünfzig Jahre zu schließen, dabei aber beiden Teilen das Recht vorbehalten, wenn es in Lakedämon und Argos weder Krieg noch Krankheit gäbe, zu verlangen, daß der Streit über jene Landschaft durch einen Waffengang ausgetragen werde, wie schon früher einmal, als sich beide den Sieg zugeschrieben, bei dem es jedoch keinem gestattet sein solle, den anderen über die Grenze von Argos und Lakedämon hinaus zu verfolgen. Die Lakedämonier hielten das anfangs für Torheit; da ihnen aber zu sehr daran lag, mit Arges auf guten Fuß zu kommen, nahmen sie ihren Vorschlag dann doch an und faßten den Vertrag darüber schriftlich ab. Sie verlangten jedoch, bevor er in Kraft träte, sollten sie sich wieder nach Argos begeben, um ihn der Volksversammlung vorzulegen, und, wenn diese zugestimmt, sich zu den Hyakinthien zur Eidesleistung einfinden.