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Ἱστορίαι Thucydides

Kitap 5

6 Kleon unternahm damals auf jener Fahrt von Torone nach Amphipolis von Eion aus einen Angriff auf Stageiros, eine Kolonie von Andros, eroberte es aber nicht. Dagegen nahm er Galepsos, die Kolonie von Thasos, mit Sturm. Er schickte Gesandte an Perdikkas und forderte ihn auf, dem Bündnis gemäß mit seinem Heere zu ihm zu stoßen, und ebenso nach Thrakien an Polles, den König der Odomanter, der ihm möglichst viele thrakische Söldner zuführen sollte. Er selbst blieb einstweilen in Eion, um sie dort zu erwarten. Auf die Nachricht hiervon lagerte sich auch Brasidas ihm gegen­ über bei Kerdylion, einem argilischen Orte an der anderen Seite des Flusses, nicht weit von Amphipolis, von wo man die ganze Gegend übersehen konnte, so daß Kleon nicht un­ bemerkt mit seinem Heere hätte aufbrechen können. In der Tat erwartete Brasidas es nicht anders, als daß er das tun und angesichts der geringen Zahl des GegnerS schon mit seinem jetzigen Heere stromaufwärts gegen Amphipolis ziehen würde. Zugleich richtete er sich auf eine Schlacht ein, indem er fünfzehn­ hundert thrakische Söldner und die Edonen, Peltasten und Reiter, sämtlich an sich zog. An myrkinischen und chalkidischen Peltasten hatte er außer denen in Amphipolis tausend, an schwerem Fußvolk alles in allem etwa zweitausend Mann, dazu dreihundert griechische Reiter. Davon hatte Brasidas in seinem Lager bei Kerdylion gegen fünfzehnhundert selbst bei sich, die übrigen standen unter Klearidas in Amphi­ polis.

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