Kitap 5
69
Unmittelbar vor Beginn deS Gefechts richteten die ein zelnen Feldherren einige Worte an ihre Leute, um sie zum Kampfe anzufeuern. Den Mantineern sagte man, es gelte heute den Kampf fürs Vaterland, zugleich aber auch um Herrschaft und Knechtschaft, jene dürften sie sich nicht nehmen, diese nicht wieder gefallen lassen; den Argeiern, sie sollten nicht leiden, daß man ihrer alten Hegemonie und früheren Gleichberechtigung im Peloponnes für immer ein Ende mache, und dem bösen Nachbarvolke alle seine Unbilden einmal heim zahlen; den Athenern aber, daß eS Ehrensache für sie sei, eS unter so vielen tapferen Bundesgenossen allen übrigen zuvor II zutun, wie sie denn auch durch einen Sieg über die Lake dämonier hier im Peloponnes ihre Herrschaft befestigen und erweitern, auch ihr Land für immer vor feindlichen Einfällen sichern würden. In dieser Weise suchte man die Argeier und ihre Verbündeten zum Kampf anzufeuern. Die Lakedämonier spornten sich untereinander und durch Anstimmung kriegerischer Weisen an, der alten Tapferkeit eingedenk zu sein und zu zeigen, waS sie könnten, wohl wissend, daß lange Schulung im Kriegshandwerk mehr wert sei als schwungvolle Ansprachen vor der Schlacht.
70
Darauf begann das Gefecht. Die Argeier und ihre Ver bündeten rückten rasch und ungestüm vor, die Lakedämonier langsam und unter klingendem Spiel zahlreicher Pfeifer, wie das bei ihnen eingeführt ist, nicht etwa aus religiösen Rück sichten, sondern um nach dem Takt Schritt zu halten, damit ihre Glieder nicht aus dem Zusammenhang geraten, was sonst beim Angriff großer Heere leicht vorkommt.