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Ἱστορίαι Thucydides

Kitap 5

74 So, oder doch nahezu wie hier erzählt ist, verlief die Schlacht, und sie war die bedeutendste, welche seit langer Zeit zwischen Hellenen vorfiel, und zwar zwischen den mächtigsten Staaten. Die Lakedämonier aber häuften die Waffen der feindlichen Todten zusammen, errichteten sogleich ein Siegeszeichen und zogen die Leichname aus. Die ihrigen hoben sie auf und brachten sie nach Tegea, wo sie auch begraben wurden; die der Feinde lieferten sie unter einem Waffenstillstand aus.. Gefallen waren von den Argivern, Orneaten und Kleonäern sieben Hundert, von den Mantineern zwei Hundert und von den Athenern und Aegineten zwei Hundert, worunter auch die beiden Anführer. Die Bundesgenossen der Lakedämonier waren nicht so in's Gedränge gekommen, daß sie einen nennenSwerthen Abgang erlitten hätten, und in Betreff ihrer selbst war eS schwer die Wahrheit zu erfahren, doch wurde behauptet, daß ihrer gegen drei Hundert gefallen seien.,
75 Als die Schlacht noch bevorstand, zog auch Pleistoanax, der andere König, mit der älteren und jüngeren Mannschaft zu Hülfe, und er war bereits bis nach Tegea gekommen, als er den Sieg erfuhr und wieder zurückmarfchirte. Auch den Bundesgenossen von Korinth und von jenseits der Landenge ließen die Lakedämonier absagen, und auch sie selbst, nachdem sie die Verbündeten entlassen hatten, zogen nach Hause um das Fest der Karneen zu feiern, welches gerade eingetreten war...Den Vorwurf, den ihnen die Hellenen machten, daß sie seit dem Unglück auf der Insel feig, in allen Dingen rathlos und schwerfällig geworden seien, hatten sie so mit einem Male von sich gewälzt, und man hielt jetzt dafür, daß sie damals eben nur einen Unglückstag gehabt hätten, der wirklichen Gesinnung nach aber immer noch dieselben seien.

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