Kitap 5
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Athener: „Was das Wohlwollen der Götter betrifft, so glauben auch wir, daß wir nicht-im Nachtheil-sein werden; denn wir verlangen und thun Nichts, was. außer der menschlichen Art liegt, weder in Bezug auf den Glauben an die Götter, noch auch in dem, was die Menschen für sich selbst wünschen. Wir glauben, daß die Gottheit nach menschlichem Dafürhalten regiere, wir wissen aber, daß die Menschen sichtlich aus. einem Zwange der Natur das beherrschen, worüber sie Macht gewinnen-können; dieß Gesetz haben wir weder.'selber gegeben, noch' auch-sind wir die Ersten,.die sich nach seinem Bestehen richten;-wir haben es bestehend vorgefunden und werden eS auch für .alle'Zeiten bestehend zurücklassen, und so handeln wir danach .und. wissen recht gut, daß auch ihr und jeder Andere, der gleiche Macht mit uns-erringt, ebenso.handeln würde. Was also die Götter betrifft, so sind wir ganz im Recht, wenn wir ihre Ungunst nicht besorgen; was aber nun.eure.Erwartung von den Lakedämoniern angeht, wonach, ihr vertraut, daß sie euch um ihre Ehre.zu wahren zu Hülfe kommen werden, so.wünschen wir euch zwar.Glück zu.einem solchen Vertrauen-auf.die Menschen, können aber doch euren Unverstand nicht beneiden. Die Lakedämonier handeln zwar unter sich und in Bezug aus ihre eigenen Einrichtungen meist nach den Gesetzen der Rechtlichkeit; was aber ihr Benehmen gegen Andere betrifft, da hätte. Einer viel zu reden, und will er sich kurz fassen, so kann er sie am besten schildern, wenn er sagt, daß sie nach unserem Wissen unter Allen diejenigen sind, welche am offensten das für ehrenvoll erklären, was ihnen angenehm ist, und das für gerecht, was ihnen Nutzen bringt. Und von einer solchen Gesinnung 416 v. Chr. laßt sich jetzt wohl für eure.so unwahrshceinliche Rettung Nichts erwarten."