Thesauros Edebiyat Tarih Ἱστορίαι

Ἱστορίαι

Ἱστορίαι Thucydides

Kitap 6

13 „Mit Besorgnis sehe ich grade die als seine Anhänger hier sitzen, und ich richte deshalb an die Alteren die dringende Bitte, sich nicht von einem, der neben ihnen sitzt, einschüchtern und durch den Vorwurf der Feigheit abhalten zu lassen, gegen den Krieg zu stimmen, und nicht etwa gar selbst mit blinder Leidenschaft nach neuen Erwerbungen zu verlangen. Bekannt-1 lich kommt man mit Leidenschaft selten zum Zweck, weit eher dagegen mit Besonnenheit. Also, um des Vaterlandes willen, das sich jetzt in der Tat in eine Gefahr wie nie zuvor stürzen will, stimmt dagegen und beschließt, die sizilischen Griechen sollten uns gegenüber ihre bisherigen Grenzen, - das ionische Meer bei Küstenfahrt, das sizilische bei Fahrt durch die hohe See, - selbst aber alle ihre Besitzungen behalten und sich unter­ einander vertragen, den Egestern insbesondere aber zu eröffnen, da sie sich einmal ohne die Athener auf den Krieg mit Selinus eingelassen, möchten sie ihn auch unter sich allein ausfechten, im übrigen uns zur Regel zu machen, künftig nicht mehr, wie bisher, Bündnisse mit Leuten zu schließen, denen wir in der Not beistehen müßten, von denen wir aber, wenn wir selbst Hilfe nötig haben, solche nicht erhalten.
14 „Und du, Prytan, wenn anders dir das Wohl der Stadt am Herzen liegt und du dich um sie verdient machen willst, laß hierüber abstimmen und gib den Athenern Gelegenheit, einen neuen Beschluß zu fassen. Und solltest du auch gegen die Zulässigkeit einer wiederholten Abstimmung Bedenken haben, so kannst du dich dabei beruhigen, daß ein Verstoß gegen das Gesetz vor so viel Zeugen dir nicht den Hals brechen wird. Es ist der Dienst eines Arztes, den du der Stadt nach einem schädlichen Beschlusse leistest; es ist die Aufgabe des Vor­ sitzenden, das Wohl des Vaterlandes möglichst zu fördern oder es doch, soviel an ihm liegt, vor Schaden zu bewahren."

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