Kitap 6
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Schon seit den ältesten Zeiten ist die Insel bewohnt ge wesen, und zwar von allerlei Völkern. Ursprünglich sollen Kyklopen und Laistrygonen auf einem Teile der Insel gehaust haben, über deren Abstammung, Herkunft und späteren Ver bleib ich nichts angeben kann. Mag es also bei dem be wenden, was die Dichter von ihnen erzählen und wie ein jeder darüber denkt. Zuerst nach ihnen scheinen die Sikaner sich dort niedergelassen zu haben; wie sie selbst behaupten, hätten sie sogar schon vor ihnen als Autochthonen im Lande gewohnt. Wie sich jedoch bei näherer Prüfung ergibt, sind sie in Wahr heit Iberer und vom Flusse Sikauos in Jberien durch die Ligyer verdrängt worden. Nach ihnen wurde die Insel dann Sikanien genannt, während sie früher Trinakria hieß. Auch jetzt noch bewohnen sie die Westseite Siziliens. Nach der Er oberung von Troja kamen Troer, die den Achäern entgangen waren, zu Schiff nach Sizilien, wo sie sich neben den Sikanern niederließen und dann alle zusammen Elymer genannt wurden. Ihre Städte waren Eryx und Egesta. Mit ihnen siedelten sich auch einige Phokier dort an, welche damals durch Stürme von Troja erst nach Libyen und dann nach Sizilien verschlagen waren. Die Sikeler dagegen sind aus Italien nach Sizilien herübergekommen, wo sie von den Opikern aus ihren dortigen Sitzen verdrängt waren, wahrscheinlich, und wie uns berichtet wird, auf Flößen, indem sie einen günstigen Wind für die Überfahrt abwarteten, vielleicht aber auch auf anderen Fahr zeugen. Auch jetzt gibt es in Italien noch Sikeler, und von einem ihrer Könige namens Jtalos hat auch das Land den Namen Italien. Sie kamen in großen Scharen nach Sizilien, besiegten die Sikaner in einer Schlacht und verdrängten sie in den Süden und den Westen der Insel, die infolgedessen nicht mehr Sikanien, sondern Sikelien genannt wurde. Auch hatten sie, seitdem sie nahezu dreihundert Jahr vor Ankunft der Griechen nach Sizilien herübergekommen waren, den schönsten Teil des Landes in Besitz, und noch jetzt sitzen sie im Innern und im Norden der Insel. Auch die Phönizier hatten wegen ihres Handels mit den Sikelern ringS um die Insel ihre Niederlassungen, wozu sie vorspringende Landspitzen und kleinere Inseln in der Nähe der Küste wählten. Als aber die Griechen in größerer Menge zur See herüberkamen, gaben sie diese größtenteils auf und blieben nur noch im Besitz von Meine, Solus und Panormos, wo sie sich zusammen niederließen, weil sie hier in der Nähe der Elymer auf deren Beistand rechnen und Karthago auf kürzestem Wege erreichen konnten. So viel über die nichtgriechische Bevölkerung und deren Wohnsitze in Sizilien.