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Ἱστορίαι Thucydides

Kitap 6

44 Das die Kriegsmacht, mit der sie zu Anfang hinüberzogen. Dazu kamen dreißig Lastschiffe, auf denen sich die Lebensmittel, so wie die Bäcker, Maurer und Zimmerleute mit dem nötigen Schanzzeug befanden, und in deren Gefolge noch hundert zwangs­ weise ausgehobene kleinere Fahrzeuge. Außerdem hatten sich zahlreiche Lastschiffe und sonstige Fahrzeuge zu Handelszwecken dem Zuge freiwillig angeschlossen. Das alles setzte sich nun von Kerkyra über das Ionische Meer in Bewegung. Als die Athener mit der ganzen Flotte am Japygischen Vorgebirge und bei Tarent oder wie es sich eben traf, Italien erreicht hatten, fuhren sie an der Küste entlang, wobei die Städte dort ihnen Markt und Tore verschlossen und lediglich Wasser und Anker- grund, Tarent und Lokroi selbst das nicht gewährten. Endlich kamen sie nach Rhegion an der Südspitze von Italien, wo sie sich sammelten. Da man sie dort nicht einließ, schlugen sie außerhalb der Stadt beim Tempel der Artemis ein Lager auf, wo man ihnen auch einen Markt eröffnete, zogen die Schiffe ans Land und lagen einstweilen still. Mit den Rhegiern nüpften sie Verhandlungen an und forderten sie auf, auf Seite der Leontiner zu treten, die ja auch wie sie Chalkidier wären. Die erklärten jedoch, sie würden sich zu keiner Partei halten, sondern sich darnach richten, was die übrigen italischen Griechen gemeinschaftlich beschließen würden. Die Athener aber überlegten, auf welche Weise sie unter diesen Umständen in Sizilien am besten zu ihrem Zweck kommen könnten, und warteten zugleich auf die Rückkehr der nach Egesta voraus­ geschickten Schiffe, um zu hören, ob es mit dem, was die Bot­ schafter in Athen von dem Gelde dort gesagt, seine Richtigkeit habe.

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