Kitap 6
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Unter diesen Umständen dachten die Feldherren der Athener die ganze feindliche Streitmacht möglichst weit aus der Stadt herauszulocken und unterdessen selbst mit der Flotte bei Nacht nach Syrakus zu fahren, um dort ungestört an geeigneter Stelle ein Lager aufzuschlagen, was ihnen offenbar nicht so leicht möglich gewesen wäre, hätten sie ihre Truppen angesichts der feindlichen Streitmacht ausschiffen oder unter den Augen des Feindes zu Lande vorrücken müssen. Denn dann hätte die zahlreiche Reiterei der Syrakuser bei ihrem Mangel an Reiterei ihren Leichtbewaffneten und dem Troß sehr gefährlich werden können; so aber würden sie imstande sein, einen Platz zu wählen, wo sie von der feindlichen Reiterei nicht sonderlich zu leiden hätten. Syrakusische Flüchtlinge, die sich ihnen an geschlossen, aber machten sie auf den Platz beim Olympieion aufmerksam, den sie dann auch wirklich wählten. Zu dem Ende bedienten sie sich nun folgender Kriegslist. Sie schickten nach Syrakus einen Mann aus Katana, auf den sie sich ver lassen konnten, den aber auch die syrakusischen Feldherren für ihre Zwecke brauchen zu können glaubten. Denen erklärte er, er komme im Auftrage von Leuten aus Katana, die ihnen dem Namen nach bekannt waren und von denen sie wußten, daß sie zu ihren dort noch vorhandenen Anhängern gehörten. Und nun sagte er ihnen, die Athener blieben nachtS fern von ihrem Lager in der Stadt, und wenn die Syrakuser an einem be stimmten Tage mit ihrem ganzen Heere in aller Frühe vor dem Lager ershcienen, so würde man die Athener nicht aus der Stadt lassen und ihre Schiffe in Brand stecken, sie aber würden alsdann die Palisaden leicht erstürmen und sich des Lagers bemächtigen können. In Katana aber würden viele dabei gemeinshcaftliche Sache mit ihnen machen, und seine Auftraggeber hätten sich darauf schon eingerichtet.