Kitap 6
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Zu dem Ende gingen sie mit der Flotte nach Katana und Naxos zurück, um dort zu überwintern. Nachdem die Syrakuser ihre Toten bestattet, hielten sie eine Volksversamm lung. Hier trat Hermokrates, Hermons Sohn, vor ihnen auf, ein Mann, der überhaupt an Einsicht keinem nachstand, insbesondere im Kriege reiche Erfahrung gesammelt und sich durch Tapferkeit hervorgetan hatte, und ermutigte sie, jener Niederlage wegen ihre Sache nicht verloren zu geben. Nicht, weil es ihnen an Mut gefehlt, seien sie geschlagen; nur ihre Unordnung sei ihnen verderblich geworden. Auch hätten sie ja ihre Sache über Erwarten gut gemacht, zumal sie gegen die ersten und bestgeschulten Truppen unter den Griechen, sozusagen als Laien gegen Fechtmeister, gekämpft. Aber auch die Menge der Feldherren - sie hatten nämlich fünfzehn - und der vielköpfige Oberbefehl sowie der Mangel an Ord nung und Mannszucht unter ihren Leuten sei ihnen sehr nachteilig gewesen. Wenn man aber nur wenige erfahrene Feldherren anstelle und in diesem Winter das schwere Fuß volk ordentlich ausbilde, auch, soweit es daran fehle, mit Waffen versähe, um es so stark wie möglich zu machen, und es überhaupt fleißig üben lasse, so hätten sie alle Aussicht, die Feinde zu besiegen, weil es ihnen schon jetzt an Tapfer keit nicht fehle, und sie dann auch in guter Ordnung ins Gefecht gehen würden. Denn damit würden sie beides ge winnen, sowohl die bessere Schulung für den Krieg, als auch den durch das Vertrauen darauf erhöhten Kampfesmut. Sie sollten also nur wenige und zwar mit unbeschränkter Gewalt zu Feldherren bestellen und ihnen zuschwören, daß niemand ihnen in ihren Oberbefehl hineinreden dürfe; dann würden Dinge, die geheim bleiben müßten, nicht so leicht auskommen und alle Anordnung gehörig und ohne Widerrede befolgt werden.