Kitap 6
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Im nächsten Sommer zu Frühlingsanfang kamen die Gesandten der Athener aus Sieilien zurück und mit ihnen Egestaner, welche sechzig Talente ungemünzten Silbers mitbrachten als Sold für sechzig Schiffe auf einen Monat, um deren Zusendung sie bitten wollten. Die Athener hielten nun eine Volksversammlung, und nachdem sie von ihren eigenen Gesandten und den Egestanern sowohl anderes Verlockendes angehört hatten, welchem die Wahrheit nicht entsprach, als auch von dem vielen Geld, welches in Tempeln und in Staatskassen bereit läge, so beschloßen sie, sechzig Schiffe nach Sieilien zu schicken und als Feldherrn mit unumshcränkter Vollmacht den Alkibiades, Sohn des Kleinias, den Nikias, Sohn des Nikeratos, und den Lamachos, des Lenophanes Sohn. Diese sollten den Egestanern gegen die Selinuntier Hülse leisten, und wenn der Krieg ihnen die Mittel dazu ließe, Leontini wieder neu gründen helfen und auch sonst diejenigen Einrichtungen in Sieilien treffen, die ihnen für die Athener die vortheilhaftesten schienen. Am fünften Tage danach wurde-wieder eine Volksversammlung abgehalten, wie man die Ausrüstung der Schiffe so rasch als möglich in's Werk setzen! könne, und um den Feldherrn zu bewilligen, was etwa noch zur Abfahrt nothwendig sei. Da trat Nikias auf, der gegen seinen Willen zum Feldherrn gewählt war und glaubte, der Staat habe sich nicht wohl berathen, sondern unter einem nichtsnutzigen und nur scheinbaren Vorwande stürze man sich in ein so maßloses Unternehmen, wie die Eroberung von ganz Sieilien. In der Absicht, die Athener davon abzubringen, hielt er folgende Rede: 24) Vergl. l, 59. II, 95. 25) Vergl. V, 26.