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Ἱστορίαι Thucydides

Kitap 6

100 Als die Syrakuser glaubten, daß ihre Quermauer hin­ länglich stand- und bandfest sei, und die Athener, welche selbst eifrig an ihrer Mauer arbeiteten und auS Furcht, in einer Schlacht mit geteilten Kräften keinen leichten Stand zu haben, ihnen dort keine Hindernisse in den Weg legten, zogen sie wieder in die Stadt und ließen nur eine einzelne Abteilung zum Schutz ihrer Mauer draußen zurück. Die Athener aber zerstörten die Röhren, durch welche Trinkwasser unter der Erde in die Stadt geleitet wurde, und warteten die Zeit ab, wo die Syrakuser um Mittag entweder in ihren Zelten lagen oder in die Stadt gegangen waren und die Wachen an den Palisaden nicht ordentlich aufpaßten. Dann aber ließen sie dreihundert ihrer eigenen besten Leute und eine Anzahl vorher mit schwerer Rüstung versehener leichter Kerntruppen vortreten und plötzlich im Sturmschritt gegen die Quermauer vorgehen. Gleichzeitig setzte sich die übrige Mannschaft in zwei Heer­ haufen in Bewegung, der eine mit Rücksicht auf einen etwaigen Ausfall unter dem einen Feldherrn gegen die Stadt, der an­ dere unter dem zweiten gegen die Palisaden bei der kleinen Pforte. Die dreihundert nahmen die Palisaden mit Sturm, die Wachen liefen davon und flüchteten in die um den Teme­ nites angelegten Festungswerke. Mit ihnen drangen auch die Verfolger dort ein, wurden aber nahcher von den Syrakusern wieder hinausgeschtagen, wobei eine Anzahl Argeier und einige Athener auf dem Platze blieben. Darauf gingen die Athener mit ihrem ganzen Heere wieder zurück, zerstörten die Quer­ mauer, nahmen die herausgerissenen Pfähle mit und errichteten ein Siegeszeichen.

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