Kitap 6
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Unterdessen waren der Lakedämonier Gylippos und die Schiffe von Korinth bereits bei Leukas angekommen in der Absicht, Sizilien schleunig Hilfe zu leisten. Als aber Unglücks posten an sie gelangten und immer wieder die falsche Nach richt brachten, daß Syrakus schon gänzlich eingeschlossen wäre, gab Gylippos alle Hoffnung für Sizilien auf und beschloß, sein Glück in Italien zu versuchen. Er selbst und der Ko rinther Pythen fuhren mit zwei lakonischen und zwei korin thischen Schiffen quer durch das Ionische Meer nach Tarent hinüber, während die Korinther zu ihren eigenen noch zwei leukadische und drei amprakische Schiffe bemannen lassen und ihnen damit nachkommen wollten. Von Tarent knüpfte Gy lippos zunächst Verhandlungen mit den Thuriern an und führte dabei auch das frühere Bürgerrecht seines Vaters ins Feld. Da es ihm jedoch nicht gelang, sie auf seine Seite zu ziehen, ging er wieder in See und setzte seine Fahrt an der Küste Italiens fort. Im Golf von Tarent wurde er vom Winde, der dort, wenn er nach Norden springt, als heftiger Landwind auftritt, in die offene See verschlagen, und da sich der Sturm hier von neuem erst recht aufmachte, gezwungen, nach Tarent zurückzukehren, wo er seine, durch das schwere Wetter be schädigten Schiffe ans Land ziehen und ausbessern ließ. Nikias aber, der von seiner Fahrt hörte und, wie es auch den Thunern gegangen war, ihn mit seinen paar Schiffen verachtete und darin nichts weiter als einen Piratenzug sah, hielt es nicht für nötig, irgendwelche Vorsichtsmaßregeln gegen ihn zu treffen.