Kitap 6
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Jm selben Sommer, als die Syrakusaner erfuhren, daß die Athener Verstärkung an Reiterei erhalten hätten und sich eben zum Angriff auf sie anschickten, beschlossen sie, die Zugänge zu'der Höhe von Epipolä zu besetzen, damit die Feinde hier nicht unvermerkt eine Ersteigung ausführen könnten, denn sie waren überzeugt, daß die Athener selbst im Fall eines Sieges die Stadt nicht leicht würden einschließen können, wenn sie sich nicht zuvor in den Besitz von Epipolä, einer dicht hinter der Stadt gelegenen, abschüssiigen Höhe, gesetzt hätten. An einem andern Punkt, glaubten sie, würde jenen eine Ueberraschung wohl nicht gelingen können; denn die ganze übrige Gegend senkt sich von Epipolä abwärts und dacht sich gegen die Stadt hin ab und ist nach Innen zu ganz offen-einzusehen, und eben deßhalb hat der Ort von den Syrakusanern den Namen Epipolä (d. i. die Stadt überragend) erhalten, weil er höher liegt als das Uebrige. Die Syrakusaner zogen also bei Tagesanbruch mit ihrer ganzen Streitmacht zu der. Wiese am Fluß Anapos — denn zufällig hatten grade Hermokrates und seine Mitfeldherren ihr Amt angetreten — und hielten hier Waffenschau und wählten sür's Erste unter den Schwerbewaffneten sechshundert Mann Kerntruppen aus, welche Diomilos, ein Verbannter aus Andros, kommandirte. Diese sollten nämlich Epipolä besetzen und auch sonst, wenn es nöthig würde, sich rasch zusammenziehen und zur Hand sein. -