Kitap 7
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„Ich schreibe euch, was ihr ja selbst wißt, daß der Stamm unserer ausgebildeten Seeleute klein ist und nur wenige daS Ruder beim Vorstoß oder Hemmen des Schiffes richtig zu brauchen verstehen. Das schlimmste für mich dabei aber ist, daß ich als Feldherr das nicht ändern kann, da mit euch Querköpfen nicht leicht fertigzuwerden ist, und daß wir nicht wissen, woher wir den Ersatz an Mannschaft nehmen sollen, wozu die Gegner reichlich Gelegenheit haben, während wir so wohl für den augenblicklichen Bedarf wie für weiteren Verlust auf den gleich anfangs mitgebrachten Bestand angewiesen sind. Denn die Städte, die jetzt noch zu uns halten, Naxos und Katana, sind nicht imstande, dem abzuhelfet. Sollte es gar dazu kommen, daß die italischen Orte, die uns bisher mit Lebensmitteln versorgt, zum Feinde übergingen, wenn sie uns hier in der Klemme nnd von Athen im Stich gelassen sehen, so sind wir hier eingeschlossen und gezwungen, unS zu ergeben, und die Gegner machen, ohne nochmals das Schwert zu ziehen, dein Kriege ein Ende.
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Nun hätte ich euch vielleicht einen schmackhafteren Bericht er statten können, aber damit wäre euch schlecht gedient gewesen, wenn ihr bei euren Beratungen über unsere Lage hier zu treffend unterrichtet sein solltet. Zudem kenne ich euch, Athener; erst wollt ihr immer gute Nachrichten haben, und wenn es nachher dann doch anders kommt, so geht das Tadeln und Schelten los. Darum habe ich es für sicherer gehalten, euch reinen Wein einzuschenken.