Kitap 7
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Das war die Ansicht des Demosthenes, Nikias aber glaubte zwar auch, daß es schlecht um sie stünde, jedoch wollte er nicht in offener Rede ihre'Lage als gefährlich hinstellen und durch öffentlichen Beschluß des, Abzugs die Feinde selbst davon in Kenntniß setzen; denn in diesem Falle würde die Ausführung des Beschlusses, wenn sie ihn schon fassen wollten, viel schwerer geheim gehalten werden. Dann waren ihm auch gewisse Dinge über die Lage der Feinde bekannt, die er mehr als die Andern durchschaute, aus welchen er die Hoffnung ableitete, daß es mit den Syrakusanern noch schlimmer 28) Zn Dtltltia nämlich. 14*: 413 v.. Chr. aussehen werde, als mit ihnen selbst, wenn sie nur die Belagerung beharrlich fortsetzten; sie selbst würden jene durch Geldmangel ganz aufreiben, zumal sie mit den jetzt zu Gebote stehenden Schiffen das Meer aus größere Ausdehnung hin beherrschten, als früher. Auch war unter den Syrakufanern selbst eine Partei, welche den Athenern daS Ruder in die Hände geben wollte und geheime Botschaft an Nikias sandte, die vom Abzug abrieth. Bei dieser Kenntniß war er in der That schwankend und verhielt sich abwartend, öffentlich und laut aber erklärte er damals, er werde für den Abzug des Heeres nicht stimmen, denn er wisse gar wohl, daß die Athener eS von ihnen nicht so.hinnehmen würden, daß sie ohne Volksbeschluß ihrerseits abgezogen-seien. Denn zu Athen seien es nicht sie selbst, die über sich selbst abstimmen würden, und nicht solche, welche die Sachen ansähen wie sie selbst, würden dort, ohne auf die Vorwürfe Anderer zu hören, über sie entscheiden, sondern solche, die sich leiten lassen von,dem ersten Besten, der seine Anklagen in schöne Worte zu fassen wisse. Selbst von den hier anwesenden Soldaten würden viele, oder sogar die meisten, welche jetzt ein Geschrei erhüben über ihre gefährliche Lage, wenn sie erst in Athen angekommen wären, dort das entgegengesetzte Geschrei anstimmen, als ob die Feldherren, durch Geld bestochen, abgezogen wären. Er kenne die Art der Athener zu gut und wolle für seine Person lieber fechtend von der Hand der Feinde sterben, wenn es schon sein müsse, als wegen einer schimpflichen Anklage ungerechter Weise durch die Athener zu Grunde gehei. Die Lage der Syrakusier, sagte er, sei immer noch schlimmer als ihre eigene. Denn jene hätten aus ihrem Säcke! fremde Miethssoldaten zu ernähren und den Aufwand für die Festungen zu bestreiten und müßten jetzt schon ein ganzes Jahr lang die große Flotte erhalten, und so seien sie jetzt schon in Verlegenheit und würden sich bald nicht mehr zu rathen und zu helfen wissen. Denn zwei tausend Talente hätten sie schon ausgegeben und dazu .noh cviele Schulden gemacht. Wenn sie aber, um an den Atzungskosten zu sparen, ihre Macht auch nur um ein Geringes verminderten, so würden sie sich dadurch der Vernichtung preisgeben, da ihre Macht mehr auf HülfSvolk beruhe, als aus Zwangspflichtigen, wie bei den Athenern. Man müsse also die Belagerung noch fortsetzen und sich, bei ihrer thatsäch I lichen großen Ueberlegenheit, nicht durch die Furcht vor den Geld 413 v. Chr. ausgaben zum Abzug bestimmen lassen. , : E