Kitap 8
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Die Nachricht von den Ereignissen in Chios kam alsbald nach Athen, und die Athener glaubten sich bereits aufs Äußerste gefaßt machen zu müssen, da auch die übrigen Bundesgenossen sich nach dem Abfall dieser wichtigsten Stadt schwerlich länger zugeben würden. Sie beschlossen deshalb, die für die Dauer des ganzen Krieges als unangreifbar zurückgelegten tausend Talente anzugreifen, und hoben im ersten Schrecken die früher gegen dahingehende Anträge und Abstimmungen erlassenen Strafbestimmungen sogleich wieder auf. Weiter beschlossen sie, eine große Anzahl Schiffe in Dienst zu stellen, auch die acht Schiffe des Bewachungsgeschwaders vor dem Peiraios, welche sich von dort zur Verfolgung der Schiffe des Chalkideus auf gemacht, diese aber nicht getroffen hatten und dann zurück- gekommen waren, unter Strombichides, Diotimos' Sohn, sofort nach Chios abgehen zu lassen und ihnen alsbald noch zwölf andere, die bis dahin ebenfalls zu seinem Geschwader gehört, unter Thrasikles nachzuschicken. Die sieben Schiffe der Chier, welche mit vor dem Peiraios gelegen hatten, zogen sie von dort zurück, ließen die darauf befindlichen Sklaven frei, die Freien aber ins Gefängnis werfen. Die abgegangenen Schiffe ersetzten sie alle durch eilig bemannte andere, um die Peloponne sier weiter einzuschließen. So waren sie in voller Tätigkeit und setzten alles dran, um in Chios mit den nötigen Streit kräften aufzutreten.