Kitap 8
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Die Lakedämonier aber beschlossen, nach Rhodos zu fahren, wo einige angesehene Herren Verhandlungen mit ihnen ange knüpft hatten, da sie die durch die Menge ihrer Seeleute und ihr Landheer mächtige Insel auf ihre Seite zu ziehen hofften und zugleich darauf rechneten, daß sie mit Hilfe eines solchen Bündnisses imstande sein würden, auch ohne Tissaphernes um Geld anzugehen, ihre Flotte zu unterhalten. Sie gingen also gleich in diesem Winter von Knidos unter Segel und griffen zuerst Kameiros auf Rhodos mit vierundneunzig Schiffen an, worüber die Masse der dortigen Bevölkerung, die von den Verhandlungen nichts wußte, so in Schrecken geriet, daß sie die Flucht ergriff, zumal die Stadt unbefestigt war. Darauf beriefen sie die Einwohnerschaft und die der beiden Städte Lindos und Jelysos zusammen und überredeten die Rhodier, von Athen abzufallen. Rhodos ging dann auch zu den Pelo ponnesiern über. Als die Athener in Samos davon hörten, gingen sie augenblicklich mit ihrer Flotte unter Segel, um es womöglich noch abzuwenden, und ershcienen auf der Höhe vor der Insel, kamen aber grade zu spät und fuhren deshalb gleich wieder ab, erst nach Chalke und von da nach Samos. Später kamen sie mit ihren Schiffen noch öfter nach Rhodos und be unruhigten die Insel sowohl von Chalke uud Kos wie von Samos aus durch feindliche Angriffe. Die Peloponnesier aber erhoben von den Rhodiern eine Steuer von etwa zweiunddreißig Talenten, zogen ihre Schiffe ans Land und blieben dort achtzig Tage ruhig liegen.