Kitap 8
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Die Chier aber und Pedaritos schickten um dieselbe Zeit, obgleich AstyochoS sich so unwillig zeigte, trotzdem Boten an ihn und verlangten, er solle ihnen in ihrer Einschließung mit sämmtlichen Schiffen zu Hilfe kommen und nicht unthätig zusehen, wie die größte der bnndeSgenössifchen Städte in Jonien vom Meere abgeschnitten und zu Lande durch Raub und Plünderung geschädigt würde. Die Sklaven der Chier nämlich, die dort in sehr großer Zahl und nach Lakedämon vielleicht in der größten Zahl vorhanden sind und zugleich wegen ihrer Menge für alle Vergehungen sehr streng bestraft werden, waren größtentheils allsogleich zu den Athenern übergelaufen, als de ren Macht sich in einer starken Verschanzung festgesetzt hatte, und da 412 v. Chr. sie die Landesgelegenheit sehr gut kannten, so fügten sie den Chiern den größten Schaden zu. Dem Astyochos also ließen die Chier sagen, er müsse ihnen zu Hilfe kommen, so lange noch Hoffnung und die Möglichkeit vorhanden sei, die Athener an der Befestigung von Delphinion, die noch nicht vollendet war,- zu hindern, und während die Feinde auch mit den größeren Schanzen um ihr Feld- und Schiffslager noch nicht fertig geworden wären. Astyochos nun, obgleich er wegen feiner damaligen Drohung eigentlich nicht sehr willig war, schickte sich doch an, ihnen zu Hilfe zu kommen, weil er auch die Bundesgenossen dafür gestimmt sah.