Kitap 8
42
412 v. Chr Astyochos segelte also, wie er war, gegen Syme, bevor noch seine Ankunft verrathen würde, um vielleicht die'Schiffe auf hoher See zu überraschen. Aber Regen und Nebel'verurfachten, daß seine Schiffe in der Dunkelheit den Weg verloren und in Unordnung geriethen. Bei Sonnenaufgang war daher sein Geschwader zerstreut, und als ein Theil desselben, der linke Flügel-nämlich, den Athenern in Sicht kam, während der andere noch-in der Nähe der Insel herumirrte, so fuhren Charminos und die Athener rasch auf dieselben los, jedoch nicht mit all ihren zwanzig Schiffen, da sie glaubten, es seien jene die Schiffe von Kaunos, denen sie auflauerten. Und gleich im ersten Anlauf versenkten sie drei derselben und beschädigten andere sehr stark, so daß sie also soweit siegreich waren, bis ganz unerwartet auch die größere Zahl der Schiffe erschien und sie von allen'Seiten eingeschlossen waren. Nun wendeten sie sich zur Flucht und verloren dabei sechs Schiffe.; mit den übrigen entkamen sie nach der Insel Teutlussa, und von: da nach Halikarnaß.. Die Peloponnesier liefen dann in Knidos ein, wo sie sich mit den sieben und zwanzig Schiffen aus Kaunos vereinigten, segelten mit allen zusammen aus und errichteten ein Siegeszeichen aus Syme, worauf sie wieder bei Knidos vor Anker gingen. ' ... - ' ^
43
Die Athener nun in Samos, als sie von dem Seegefecht Nachricht erhielten, fuhren mit sämmtlichen Schiffen gegen Syme auS, machten aber keinen Angriff auf die Flotte in Knidos, wie auch diese nicht auf sie, sondern nahmen nur das Schiffsgeräthe^) auf Syme weg, machten einen Angriff auf Bryma am Festland und segelten dann wieder nach Samos zurück.