Kitap 8
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Damit aber sollte die Sache nur in den Augen der Menge beschönigt werden; denn die Regierung in der Stadt sollte natürlich den Leuten in die Hände fallen, welche die bestehende Regierung stürzen wollten. Das Volk und der durchs Bohnen los gewählte Rat kamen freilich noch zusammen, allein es wurde nichts beschlossen, was den Verschworenen nicht in den Kram paßte. Die Sprecher waren ausschließlich Leute aus ihrer Mitte, die sich obendrein vorher darüber verständigt hatten, was sie sagen wollten, und von den übrigen wagte niemand zu widersprechen, da jeder sah, wie zahlreich deren Anhänger waren, und sich fürchtete. Wenn aber wirklich einmal einer widersprochen hatte, so konnte er sicher sein, bei erster Gelegen heit über die Seite gebracht zu werden, ohne daß nach den Tätern geforscht oder gegen die Verdächtigen eingeschritten wäre. Das Volk aber rührte sich nicht und war so einge schüchtert, daß jeder seinem Schöpfer dankte, wenn man ihn nur zufrieden ließ, auch wenn er den Mund halten mußte. Da man die Zahl der Vershcworenen für weit größer hielt, als sie wirklich war, hatte eben alles den Mut verloren. Genau fest zustellen aber war sie nicht wegen der Größe der Stadt und weil man einander nicht genügend kannte. Aus diesem Grunde konnte man auch anderen seine Not nicht klagen und sie um Beistand gegen Nachstellungen ansprechen; denn entweder wäre man damit an einen Unbekannten geraten oder an einen Be kannten, dem man nicht trauen durfte. Denn wenn zwei Demo kraten einander begegneten, traute einer dem anderen nicht, weil er nicht sicher war, ob der nicht auch mit dazu gehörte. Denn unter ihnen gab es manche, von denen niemand geglaubt hätte, daß sie es mit den Oligarchen halten würden. Und diese hauptsächlich waren es, welche den Argwohn der Menge erregten und dadurch, daß sie das Volk mit Mißtrauen er füllten, am meisten dazu beitrugen, der Sache der Oligarchen Vorschub zu leisten.