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Kitap 8

67 So standen die Dinge, als Peisandros und seine Be­ gleiter ankamen und sich auch gleich an die Spitze der Be­ wegung stellten. Sie beriefen zunächst eine Volksversammlung und schlugen vor, zehn Männer zu wählen und ihnen Voll­ macht zu erteilen, den Entwurf eines verbesserten Verfassungs­ gesetzes auszuarbeiten und ihn alsdann an einem im voraus bestimmten Tage an die Volksversammlung zu bringen. Darauf, als der Tag gekommen war, ließen sie die Versammlung draußen in Kolonos, einem etwa zehn Stadien von der Stadt entfernten Heiligtum des Poseidon, sozusagen hinter Schloß und Riegel abhalten, und das einzige, was die Gesetzgeber hier vorschlugen, war, eS solle den Athenern künftig freistehen, jeden beliebigen Antrag zu stellen, und bei schwerer Strafe verboten sein, einen solchen Antragsteller wegen Verfassungs­ verletzung ^raplie paranomonj anzuklagen oder ihm ander­ weit Ungelegenheiten zu bereiten. Schon hier wurde denn auch gradezu beantragt, die Amter und Behörden nicht mehr in bisheriger Weise zu besetzen und die Besoldungen aus der Staatskasse abzuschaffen, auch zunächst fünf Männer zu wählen, welche ihrerseits wieder hundert und diese hundert alsdann je drei weitere hinzuwählen sollten. Diese Vierhundert sollten sich dann aufs Rathaus begeben und unumschränkt nach eigenem Gutbefinden in der Stadt regieren, auch, sooft es ihnen an der Zeit scheine, die Fünftausend zusammenkommen lassen.

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