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Dieß war aber nur ein Deckmäntel gegenüber der Menge, da ja doch nur -eben diejenigen die Stadtregierung erhalten sollten; welche die Verfassung umzustürzen wünschten. Gleichwohl wurde das Volk, sowie auch der durch'S Bohnenloos erwählte Rath^), immer noch versammelt. Es kam jedoch nicht nur Nichts zur Berathung, außer was-den Verschwörern gefiel, sondern auch die auftretenden Redner'gehörten nur dieser Partei an, und^es war bereits vorher abgekartet, was sie vorbringen sollten. Von den Andern aber widersprach bereits Niemand mehr, weil Jeder sich fürchtete; da ersah, wie groß die Macht der Verschworenen-sei. Wenn aber ja Einer zu widersprechen wagte, so wurde -er sofort auf geschickte Weise aus dem'Wege geräumt, und den Thätern wurde weder nachgespürt) noch auch fand Bestrafung Statt, wenn gegen Einen Verdacht vorlag; und das Volk verhielt sich so ruhig und war so eingeschüchtert, daß man es schon für Gewinn hielt; nur an der eigenen Person keine Gewalt zu erleiden, wenn man 'auch-schweigen mußte. Da sie die Zahl der Verschworenen überdieß noch-für viel größer hielten; als sie wirklich war, so hätten sie um so mehr den Muth verloren.. Auch war man bei der Größe der Stadt und wegen gegenseitiger Unbekanntschast nicht im Stande, der Verschwörung genau auf den Grund zu kommen, und eben deßhalb war es auch unmöglich, seine Besorg 45) Dir Zweck war, die Armen durch Entziehung der Besoldungen von den StaatSgeschästen und Gerichten zn entfernen (Kr.). ' ^ ' 46) Der Rath oder Senat der 500. Bei der Wahl wurden-die Namen der wahlfähigen (über 30 Jahre alten) Bürger abgelesen und gleichzeitig bei jedem Namen ein Griff in einen Topf gethan, der mit weißen und schwarzen Bohnen gefüllt war. Eine weiße machte zum Rathsherrn. — Bei Xenophon, Denkwürdigkeiten des SokrateS. I, 2. 9, sagt dieser: Nur Narren können die Wahl der Staatsbehörden einer Bohne'anver» trauen; für einen durchs BohnenlovS gewählten Steuermann würde sich Jeder bedanken. 411 v.. Chri nisse, por einemAndern auszuschütten, um sich dann der Angriffe gemeinsam zu erwehren, denn entweder- wäre man.mit seiner Mitthei-lung" an-einen Unbekannten gerathen, oder, wenn auch an einen Bekannten, doch.vielleicht,-an einen Unzuverlässigen. - Denn Alle von d^Volksparjei! behandelten sich-gegenseitig mit dem größten Argwohn, als,.ob Jeder an dem betheiligt sein könne, was im Plan war. Und in der That gab es auch viele Leute darunter > von denen Niemand'je.vermuthet Hätte, daß-sie zur Oligarchie,übergehen°wnrden. Und gerade solche erregten cunter der Menge daS größte gegenseitige Mißtrauen und.verhalsen den Oligarchen am meisten zu ihrer Sicherheit, indem sie. das gegenseitige Mißtrauen in der Volkspartei unüberwindlich machten. - !. X ' c