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Kitap 8

71 Agis aber dachte, das Volk werde die alte Freiheit nicht so leichten Kaufs preisgeben und wenigstens, wenn eS ein großes feindliches Heer vor sich sähe, einen Aufstand erregen, und selbst für den Augenblick wollte er nicht daran glauben, daß es so ohne alle Unruhen hergehe. Deßhalb gab er den Abgesandten der Vierhundert auch keine versöhnliche Antwort, sondern ließ bald danach eine bedeutende, Verstärkungsmacht aus dem Peloponnes kommen und rückte mit dieser und seiner eigenen Besatzung von Dekeleia bis dicht vor die Mauern der Athener, in der Hoffnung, daß sie bei ihren inneren Unruhen sich entweder seinem Begehren um so leichter fügen würden, oder daß die Stadt vielleicht sogar beim ersten Anlauf genommen werden könne, wegen der, wie zu erwarten stand, von Innen und Außen zugleich erregten Verwirrung. Die langen Mauern zu nehmen, könne ihm, so meinte er, weil sie unbesetzt seien, gar nicht fehlen. Als er aber nahe genug herangekommen war, und die Athener an ihren inneren Zustand auch nicht im Mindesten rührten oder rüttelten. vielmehr ihre Reiterei gegen ihn ausschickten, die ihm von seinen Schwerbewaffneten und Leichten und Bogenschützen, die sich zu nahe heranwagten, viele Leute niederwarfen und auch einige Rüstungen und Todte abnahmen, so besann er sich eines Bessern und führte fein Heer wieder zurück. Er selbst mit seinen eigenen Leuten blieb im Lande in Dekeleia stehen, die Neuangekommenen aber schickte er wieder nach Hause zurück, nachdem sie wenige Tage im Lande verweilt hatten. Danach unterließen eS aber die Vierhundert nicht, Thulyvide». Vlll. 20 412 v. Chr. weitere Botschaften an den Agis.zu senden, und jener lieh ihnen jetzt schon ein geneigteres Ohr. und auf seine Aufforderung schickten sie auch Gesandte nach Lakedämon wegen eines Vertrags; denn sie wollten Frieden haben. ^ ^

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