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Kitap 8

91 Schon länger hatte Theramenes sich darüber mißfällig geäußert, und als nun die Gesandten-aus Lakedämon zurück- kamen, ohne einen der Gesamtheit annehmbaren Frieden zu­ stande gebracht zu haben, erklärte er, diese Festungswerke wären eine Gefahr für die Stadt und würden ihr zum Ver­ derben gereichen. Grade um die Zeit lagen nämlich bereits zweiundvierzig Schiffe aus dem Peloponnes, unter denen sich auch eine Anzahl italischer aus Tarent und Lokroi und einige sizilische befanden, welche auf Bitten der Euboier in Dienst gestellt waren und von dem Spartiaten Agesandridas, Age­ sandros' Sohn, befehligt wurden, bei Las in Lakonien vor Anker. Diese Schiffe, sagte Theramenes, seien gar nicht für Euboia, sondern für die Herren bestimmt, welche Eetioneia befestigten, und wenn man nicht beizeiten auf der Hut sei, würden sie einen unversehens in den Sack stecken. Auch war es nicht ganz ohne und nicht etwa nur eine aus der Luft ge­ griffene Verleumdung, wenn man sie in solchem Verdacht hatte. Denn jene Oligarchen wollten zwar womöglich die Herrschaft auch über die Bundesgenossen behaupten, oder, wenn das nicht ginge, wenigstens im Besitz der Flotte und der Stadt ihre eigenen Herren bleiben, sollte ihnen aber selbst daS nicht mög­ lich sein, dann doch, statt sich nach Wiederherstellung der De­ mokratie zuerst den Kopf abschlagen zu lassen, lieber die Feinde aufnehmen, Schiffe und Mauern drangeben und Frieden schließen, um wenigstens selbst mit dem Leben davonzukommen, möge aus der Stadt werden, waS da wolle.

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