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2 Von Ansehn, sagt man, habe er ein gedankenvolles Antlitz gehabt, und Kopf und Haarwuchs mehr spitz zulaufend, im Uebrigen aber sei seine Haltung gewesen, wie man es seinem Geschichtswerk 16)) Eigentlich bei den zur See Umgekommenen aufgerichtet. (Kr.) 17)Ist irrig oder zu streichen. (Kr.) nach wohl erwarten mag. Im Alter habe er es über fünfzig hinaus, gebracht, ohne aber in seinem Werke das vorgesteckte Ziel zu erreichen.
2 In Bezug auf Beherrschung und Vertheilung des Stoffes hat sich Thukydides als Nacheiserer des Homeros gezeigt, in Größe und Erhabenheit des Ausdrucks dem Pindaros nachgestrebt; doch hat er die Sprache absichtlich in Dunkel gehüllt, damit er nicht Allen zugänglich sei, und nicht Jeder wohlfeilen Kaufs wie im Handumdrehen den Sinn zu erfassen sich einbilde; vielmehr wollte er nur von den Weisesten verstanden und von ihnen bewundert werden. Denn wer von den Besten gelobt wird und der Verständigen gerechten Beifall gewinnt, der trägt Ruhm davon, der in die Zukunft dauert und nicht Gefahr läuft, verlöscht zu werden durch daS Urtheil derer, die später endgiltig entscheiden. Für wenig nachahmenswert aber, wie Antyllos sagt, erachtete er des Leontiners Gorgias Gleichklangfiguren und Wortgegensätze, die um jene Zeit bei den Hellenen Bewunderung fanden, und so auch Prodikos', des Keiers, spitzfindige Wortdeutelei. Am meisten von Allen aber, wie schon gesagt, ahmte er den Homeros nach, wie in der Auswahl der Worte und Sorgfalt der Komposition, so in der Kraft des Ausdrucks, der Schönheit und Kürze.

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